Greenhouse Patent
Diese interaktive Publikation wurde mit FlippingBook-Service erstellt und dient für das Online-Streaming von PDF-Dateien. Kein Download, kein Warten. Öffnen und sofort mit Lesen anfangen!
3 4
16
2
15
1
5
14
6
13
7
12
8
9 11 10
15
16
2 3
1
4
14
13
12
5
11 9
10 7
6
8
15
16
14
4
2 3
1
13
5
12
6
11 10 9 8 7
1 / 36
520
510
200
100
500
Fig. 1
2 / 36
153
216
215
100
200
Fig. 2
3 / 36
216, 216a
216, 216 b
100
500
200
Fig. 3
4 / 36
510
219
216, 216a
212
211
216, 216 b
215
216, 216a
100
200
Fig. 4
216, 216 b
5 / 36
217
500
214
214
217
219
215
211, 213
210
100
212, 213
Fig. 5
6 / 36
211
211
211
212
212
212
211 212 211
217
217
218a
218a 218a
218 218 218 218
Fig. 6
7 / 36
511
510
221
223
210, 211
220
530
222
Fig. 7
8 / 36
219
215
219
215
300, 305
500
200
Fig. 8
9 / 36
215
311, 216
300, 310a
100
219
Fig. 9
10 / 36
311,100
312
300, 310a
Fig. 10a
11 / 36
Fig. 10b
216
100
300, 310a
12 / 36
302
313
300, 310b
Fig. 11
13 / 36
216
302
Fig. 12
14 / 36
216
302
Fig. 13
15 / 36
212
211
219
302
510
216
215
Fig. 14
16 / 36
355
352
353
351
350
Fig. 15
352
17 / 36
354
350a
Fig. 16
352
18 / 36
301
510
301
Fig. 17
19 / 36
212
211
301
301
510
Fig. 18
20 / 36
214
301
214
301
Fig. 19
21 / 36
301a
510
301a
Fig. 20
22 / 36
212
211
100
230, 232
510 d
Fig. 21
23 / 36
d
211
230, 232
510
Fig. 22
24 / 36
212
211
233
230, 231
213
213
215
510
Fig. 23
25 / 36
510
233
230, 231
Fig. 24
26 / 36
304
600
306
306
213
Fig. 25
27 / 36
200
307, 309
308
330, 331, 332, 333
100
340
500
Fig. 26
28 / 36
323
325a
321
100
303
100
325c
325b
200
320
Fig. 27
29 / 36
510
200
321
126
150
322
111, 111a
100
320
Fig. 28
30 / 36
140
130
120
113
110
100
112
Fig. 29
31 / 36
114
111a
113
112
111
110
Fig. 30
32 / 36
127
126
128, 129
125
120
Fig. 31
33 / 36
122a
124
122
120
123a, 123b
121
Fig. 32
34 / 36
135
134
133
130
131
132
Fig. 33
35 / 36
136
132a
132
130
122
120
111
111a
110
150
100
Fig. 34
36 / 36
153
152
151
136
130
120
132
110
150
111 122
133
112
100
Fig. 35
1
Wandbegrünungssystem
Technisches Gebiet Die Erfindung betrifft ein mehrstöckiges, modulares, begehbares Wandbegrünungssystem für eine Wand, insbesondere eines mehrstöckigen Gebäudes. Stand der Technik Wandbegrünungssysteme gewinnen zunehmend an Bedeutung, insbesondere im Kontext der urbanen Architektur, des Klimaschutzes und der nachhaltigen Stadtplanung. Begrünte Fassaden und Dachflächen sind aktueller denn je und bieten eine Vielzahl von Vorteilen, darunter die Verbesserung der Luftqualität, die Reduktion von Lärmbelastung, die 10 Regulierung des Mikroklimas, insbesondere Kühlung, und eine ästhetische Aufwertung von Gebäuden. Insbesondere in dicht besiedelten urbanen Gebieten, in denen traditionelle Begrünungslösungen aufgrund begrenzter Flächen nicht umsetzbar sind, stellen Wandbegrünungssysteme eine innovative Möglichkeit dar, Pflanzen in die gebaute 15 Umgebung zu integrieren. Die positiven Effekte von Wandbegrünungen sind vielfältig und könnten ein entscheidender Faktor für die zukünftige Stadtplanung sein. Sie tragen zur Reduktion der Oberflächen- und Umgebungstemperatur bei, Minimieren den Wärmeinsel-Effekt, erhöhen die Luftfeuchtigkeit durch Verdunstung, reinigen die Luft durch Feinstaub und CO2-Bindung 20 und verbessern die Wärmedämmung. Zusätzlich reduzieren sie Lärm, bieten Sonnenschutz, erhöhen die Biodiversität und können zur Speicherung von Niederschlagswasser beitragen. Aktuell gibt es zwei Hauptarten der Fassadenbegrünung, die bodengebundene und die fassadengebundene Begrünung. Die bodengebundene Begrünung erfolgt an einer bestehenden Außenwand mit oder ohne Kletterhilfe und setzt auf kletternde Pflanzenarten, 25 die in direkter Verbindung zum gewachsenen Boden stehen. Die Versorgung mit Wasser und Nährstoffen erfolgt hauptsächlich durch natürliche Einträge. 5
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
2
Die fassadengebundene Begrünung hingegen ist in die Architektur des Gebäudes integriert und ersetzt andere Fassadenmaterialien wie Glas oder Metall. Hier wird kein direkter Bodenanschluss benötigt, daher ist sie besonders für innerstädtische Bereiche geeignet. Die Systeme bieten große Gestaltungsspielräume und ein breites Spektrum an Pflanzenarten. 5 Die Wasser- und Nährstoffversorgung ist aufwendiger, da die Pflanzen in der Regel keinen Bodenanschluss haben. Darstellung der Erfindung Der Erfindung liegt die Aufgabe zugrunde, ein Wandbegrünungssystem bereitzustellen, das Vorteile gegenüber den eingangs genannten Wandbegrünungssystemen aufweist. 10 Diese Aufgabe wird durch den Gegenstand des unabhängigen Anspruchs 1 gelöst. Weitere mögliche Ausgestaltungen der Erfindung sind insbesondere in den abhängigen Ansprüchen angegeben. Die erfindungsgemäße Lösung besteht insbesondere darin, ein insbesondere mehrstöckiges, insbesondere modulares, insbesondere permanentes, begehbares 15 Wandbegrünungssystem für eine Wand eines mehrstöckigen Gebäudes anzugeben. Das Wandbegrünungssystem weist eine statische Trägervorrichtung mit zwei parallelen, miteinander verbundenen Trägerebenen auf. Die zwei Trägerebenen sind jeweils aus vertikalen Trägern und senkrecht zu den vertikalen Trägern angeordneten horizontalen Trägern ausgebildet. Die vertikalen Träger erstrecken sich entlang mehrerer Stockwerke, 20 vorzugsweise zumindest im Wesentlichen vollständig entlang der Höhe des Gebäudes. Die horizontalen Träger erstrecken sich senkrecht hierzu, insbesondere zwischen den Stockwerken angeordnet quer, vorzugsweise zumindest im Wesentlichen vollständig, entlang der Länge der entsprechenden Wand des Gebäudes. Die zwei Trägerebenen sind durch eine wandnahe Trägerebene mit einem geringen Abstand zur Wand und eine 25 wandferne Trägerebene mit einem, verglichen zu der wandnahen Trägerebenen, größeren Abstand zur Wand ausgebildet. Das Wandbegrünungssystem weist Laufflächen auf, die zwischen der wandnahen Trägerebene und der wandfernen Trägerebene angeordnet und/oder befestigt sind und mittels derer das Wandbegrünungssystem begehbar ist. Die
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
3
Laufflächen sind insbesondere stockweise angeordnet und vorzugsweise an den Längsstreben befestigt. Das Wandbegrünungssystem weist ferner Bepflanzungsgefäße auf, die an der statischen Trägervorrichtung, insbesondere unterhalb der Laufflächen, angeordnet und/oder befestigt sind. Weiterhin weist das Wandbegrünungssystem 5 Rankhilfen auf, die zur gezielten Begrünung des Wandbegrünungssystems ausgebildet sind. Die Rankhilfen sind an der statischen Trägervorrichtung angeordnet und/oder befestigt und erstrecken sich hin zu den Bepflanzungsgefäßen. Ferner weist das Wandbegrünungssystem ein die Bepflanzungsgefäße versorgendes Wasserversorgungssystem mit einer Vielzahl von Leitungen auf. Weiterhin weist das Wandbegrünungssystem Befestigungseinrichtungen 10 zum insbesondere thermisch entkoppelten Befestigen der wandnahen Trägerebene an dem Gebäude, insbesondere der Wand, auf. Bei einem mehrstöckigen modularen begehbaren Wandbegrünungssystem handelt es sich um eine vertikal ausgerichtete Konstruktion zur Begrünung von Wänden, die extern zu, insbesondere vor, der zu begrünenden Wand ausgebildet ist. Die Konstruktion erstreckt sich 15 über mehrere Stockwerke. Dabei bedeutet Mehrstöckigkeit in diesem Kontext, dass sich die Konstruktion über mindestens zwei Stockwerke eines Gebäudes erstreckt. Die Gesamthöhe der vertikalen Konstruktion übersteigt typischerweise 4 Meter. Modular bedeutet im Kontext des Wandbegrünungssystems, dass das 20 Wandbegrünungssystem aus standardisierten, sich wiederholenden bzw. wiederholbaren Einzelteilen ausgebildet ist. Beispielsweise handelt es sich bei diesen Einzelteilen um die vertikalen Träger, die horizontalen Träger, die Laufflächen, die Bepflanzungsgefäße, die Rankhilfen, die Befestigungseinrichtungen und weitere in der Anmeldung beschriebene Einheiten und Module. Die einzelnen Einheiten können zumindest teilweise unabhängig 25 voneinander installiert, ausgetauscht oder entfernt werden. Durch den modularen Aufbau lässt sich das Wandbegrünungssystem flexibel an unterschiedliche Wandhöhen und Breiten, sowie gewünschten Erscheinungsformen und baulichen Gegebenheiten anpassen.
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
4
Begehbarkeit bedeutet in diesem Kontext, dass eine sichere Zugänglichkeit des Wandbegrünungssystems für Menschen zu insbesondere Wartungs- und Pflegezwecken möglich ist. Dabei ist die physische Zugänglichkeit vorzugsweise durch die Laufflächen ausgebildet. Die Laufflächen weisen eine ausreichende Breite und eine ausreichende 5 Tragfähigkeit auf, um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Ebenso sind vorzugsweise Absturzschutzeinrichtungen angeordnet. Auch können die Oberflächen der Laufflächen rutschfest ausgebildet sein. Insbesondere bietet sich die Verwendung von Laufgittern bzw. Gitterrosten an. Die Begehbarkeit ermöglicht einen direkten Zugang zu den Pflanzen des Wandbegrünungssystems und vereinfacht die Wartung. Zudem lassen sich aus der 10 Begehbarkeit weitere Nutzungsmöglichkeiten des Wandbegrünungssystems ableiten. So können zusätzlich alle Pflegereinigungs- und Wartungsarbeiten an der Wand, beispielsweise an der Fassade, ohne externes Gerät wie Hubsteiger oder Kräne ausgeführt werden. Beispielsweise lassen sich auch Fensterreinigung und Malerarbeiten über das begehbare Wandbegrünungssystem erledigen. 15 Ein weiterer Vorteil des Wandbegrünungssystems, insbesondere der statischen Trägervorrichtung, besteht also darin, dass die Trägervorrichtung mit Laufflächen als Arbeitsplattform für verschiedene Instandhaltungs- und Renovierungs und Umbauarbeiten an der Wand genutzt werden kann. Durch die stabile Konstruktion und integrierte Laufflächen ist es möglich, Arbeiten wie Streichen, Verputzen, Spachteln, Dämmen oder 20 kleinere Reparaturen direkt von der Trägervorrichtung aus durchzuführen, ohne dass ein zusätzliches Gerüst aufgebaut werden muss. Dies reduziert den Arbeitsaufwand, spart Kosten und erleichtert regelmäßige Wartungsmaßnahmen an der Fassade. Zudem kann die Konstruktion so gestaltet werden, dass sie über Zugangsmöglichkeiten verfügt, die einen sicheren und effizienten Arbeitsprozess ermöglichen, wodurch die Trägervorrichtung eine 25 doppelte Funktion als Tragstruktur und Wartungshilfe erfüllt. Permanent bedeutet in diesem Zusammenhang, dass das System für eine dauerhafte, langfristige Nutzung konzipiert ist und nicht ohne erheblichen Aufwand entfernt oder ersetzt werden kann. Permanente Wandbegrünungssysteme sind vorzugsweise fest mit der Wand oder der Gebäudestruktur verbunden, insbesondere durch Verschraubung,
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
5
Verankerung oder dergleichen. Sie sind für eine langjährige Nutzung ausgelegt. Damit unterscheiden sich derartige Systeme deutlich von Gerüsten, die hingegen temporäre Konstruktionen sind, die für einen begrenzten Zeitraum aufgestellt und nach Gebrauch wieder entfernt werden. Gerüste sind nicht als dauerhafte, bauliche Integration in das 5 Gebäude ausgelegt. Auch wenn das Wandbegrünungssystem hier primär in Verbindung mit einem mehrstöckigen Gebäude und entsprechend einer Wand bzw. einer Fassade des mehrstöckigen Gebäudes beschrieben wird, muss es sich bei der Wand nicht um eine Außenwand bzw. Fassade eines Gebäudes handeln. Vielmehr kann es sich bei der Wand 10 auch um eine Innenwand oder um eine freistehende Wand bzw. Mauer handeln. Ganz allgemein ist das Wandbegrünungssystem also überall dort anwendbar, wo eine vertikale Konstruktion zur Begrünung von vertikalen Flächen geschaffen werden soll. Vorzugsweise handelt es sich bei der Wand jedoch um die Außenwand eines mehrstöckigen Gebäudes. Somit liegt die Erfindung im Grunde nicht nur in einem Wandbegrünungssystem für eine 15 Wand, sondern auch in einer Wand mit einem entsprechenden Wandbegrünungssystem bzw. auch in einem mehrstöckiges Gebäude mit einer Wand mit einem entsprechenden Wandbegrünungssystem. Die genannten Gegenstände und deren Erweiterungen lassen sich somit auch aus der Anmeldung beanspruchbar ableiten. Besonders bevorzugt ist das Wandbegrünungssystem an zumindest zwei 20 zusammenlaufenden Wänden angeordnet. Das mehrstöckige, modulare und begehbare Wandbegrünungssystem ist dann so ausgebildet, dass die statische Trägervorrichtung über Eck an zwei aneinandergrenzenden Wänden eines mehrstöckigen Gebäudes ausgebildet ist. Hierzu erstrecken sich die beiden parallelen, miteinander verbundenen Trägerebenen über die Gebäudeecke hinweg und setzen sich an beiden Wandflächen kontinuierlich fort. 25 Die Trägerebenen sind aus vertikalen Trägern und horizontalen Trägern ausgebildet, die sich jeweils über mehrere Stockwerke des Gebäudes erstrecken und dann eine durchgängige Struktur über die Eckverbindung hinweg bilden. Dabei sind die vertikalen
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
6
Träger so angeordnet, dass sie sowohl an der ersten Wand als auch an der zweiten Wand des Gebäudes befestigt sind, wodurch eine hohe strukturelle Stabilität gewährleistet wird. Die Laufflächen des Wandbegrünungssystems erstrecken sich dann ebenfalls über die Ecke hinweg. Dadurch entsteht ein durchgängig begehbarer Bereich, der es ermöglicht, die 5 gesamte Begrünungsstruktur über beide Fassaden hinweg zu betreten und zu pflegen. Zur Sicherstellung der Absturzsicherheit sind Geländer und Sicherheitsvorrichtungen entsprechend der Eckausbildung integriert. Die statische Trägervorrichtung ist ein konstruktiv stabiler, unbeweglicher und permanenter Grundaufbau des Wandbegrünungssystems. Die statische Trägervorrichtung ist dazu 10 ausgebildet, ihr Eigengewicht, Zusatzlasten insbesondere durch Module und Umwelteinflüsse sicher aufzunehmen und vorzugsweise über die statische Trägervorrichtung zu verteilen und insbesondere an den Boden abzuleiten. Die Ableitung in den Boden hat den Vorteil, dass die Wand statisch nicht belastet wird. Die statische Trägervorrichtung bzw. ihre Träger erstrecken sich ab dem ersten Stock 15 entlang mindestens 70%, vorzugsweise mindestens 80%, besonders bevorzugt mindestens 90%, der Wand. Mit anderen Worten verläuft die statische Trägervorrichtung bzw. ihre einzelnen Träger ab dem ersten Stockwerk entlang von mindestens 70 % der Wandfläche, idealerweise über mindestens 80 % und besonders vorteilhaft über mindestens 90 % der Wand. Besonders bevorzugt ist vorgesehen, dass die Trägervorrichtung zumindest im 20 Wesentlichen vollständig entlang der Wandfläche verläuft. Selbstverständlich kann die Trägervorrichtung auch ab dem Erdgeschoss beginnen. Dann erstreckt sich die Trägervorrichtung bzw. ihre Träger ab dem Erdgeschoss entlang mindestens 70%, vorzugsweise mindestens 80%, besonders bevorzugt mindestens 90%, der Wand. Die Träger bilden die strukturellen Bauelemente zur Lastübertragung der statischen 25 Trägervorrichtung. Die Träger übernehmen hierbei Stütz- und Verteilungsfunktionen für Gewichte und Kräfte und ermöglichen die räumliche Strukturierung des begehbaren Wandbegrünungssystems. Auch wenn die Träger hierbei Stütz- und Verteilungsfunktionen ausführen, sind diese möglichst filigran ausgebildet. Insbesondere sind die Träger der
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
7
wandfernen Trägerebene filigran ausgebildet. Ein filigran ausgebildeter Träger zeichnet sich durch eine schlanke und dennoch stabile Bauweise aus. Dabei wird darauf geachtet, dass die Konstruktion möglichst wenig Material verbraucht, um ein optisch leichtes Erscheinungsbild zu erzeugen, ohne dabei die statische Tragfähigkeit zu beeinträchtigen. 5 Die Umsetzung kann auf verschiedene Weise erfolgen. Eine Möglichkeit ist die Verwendung von hochfesten Materialien wie Stahl mit optimierter Querschnittsgeometrie. Eine weitere Option ist die Gitterstruktur, bei der der Träger aus mehreren dünnen, diagonal angeordneten Stäben besteht, um die Lasten effizient zu verteilen und gleichzeitig die Materialmenge zu reduzieren. Eine geschickte Integration in die Wandbegrünung kann 10 ebenfalls zur Leichtigkeit des Erscheinungsbilds beitragen, indem die Träger teilweise hinter der Bepflanzung verborgen werden oder bewusst als Gestaltungselement mit feinen, durchbrochenen Mustern ausgeführt sind. In ihrer geometrischen Konfiguration ist die statische Trägervorrichtung in zwei parallel zueinander angeordneten Trägerebenen unterteilt. Die wandnahe Trägerebene ist in ihrem 15 an der Wand angeordneten Zustand angrenzend zur Wand mit keinem oder vorzugsweise einem kleinen Abstand zur Wandoberfläche ausgebildet. Die wandferne Trägerebene weist in ihrem an der Wand angebrachten Zustand einen größeren Abstand zur Wandoberfläche auf. Zwischen der wandnahen Ebene und der wandfernen Ebene ist entsprechend ein Zwischenraum ausgebildet, der neben den Laufflächen auch für die Begrünung, 20 insbesondere für Bepflanzungsgefäße verwendbar ist. Die Träger liegen als horizontale und vertikale Träger vor. Dabei wird als vertikale Richtung eine Richtung parallel zur Schwerkraftrichtung, also entlang der Höhe des Gebäudes, verstanden. Die horizontale Richtung ist entsprechend senkrecht zu der Schwerkraft und der vertikalen Richtung ausgerichtet. Somit erstrecken sich horizontale Träger quer entlang der 25 Wand, insbesondere zwischen den Stockwerken des Gebäudes angeordnet. Entsprechend sind die horizontalen Träger vorzugsweise in vertikaler Richtung eine Stockwerkhöhe, also zwei bis vier Meter, voneinander beabstandet. Die vertikalen Träger verlaufen über mehrere Stockwerke und dienen insbesondere zur Ausdehnung des Systems in die Höhe und zur Anbindung der horizontalen Träger.
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
8
Vorzugsweise weisen die horizontalen und vertikalen Träger jeweils eine Vielzahl von Einzelträgern auf. Ein vertikaler Träger und/oder horizontaler Träger ist also aus einer Vielzahl von Einzelträgern ausgebildet. Die Einzelträger lassen sich entlang ihrer gemeinsamen Haupterstreckungsrichtung miteinander verbinden. Beispielsweise kann die 5 Verbindung durch ein Stecksystem oder eine Verschraubung erfolgen, sodass eine stabile und durchgehende Tragstruktur entsteht. Diese modulare Bauweise ermöglicht eine flexible Anpassung des Wandbegrünungssystems, indem es je nach Bedarf verlängert oder verkürzt werden kann. Durch die Einzelträger ist eine modulare Vergrößerung und Verkleinerung des Wandbegrünungssystems möglich. 10 Als Laufflächen werden allgemein horizontal ausgerichtete trittsichere plattenförmige Konstruktionselemente verstanden, die insbesondere zwischen der wandnahen und der wandfernen Trägerebene positioniert sind. Die Laufflächen ermöglichen sicheren menschlichen Zugang und Bewegung im Wandbegrünungssystem. Die Laufflächen sind dazu ausgebildet, eine ausreichende Breite und eine ausreichende Tragfähigkeit 15 aufzuweisen, um ein sicheres Arbeiten zu ermöglichen. Beispielsweise sind die Laufflächen mindestens 40 Zentimeter, vorzugsweise mindestens 50 Zentimeter, besonders vorzugsweise mindestens 60 Zentimeter breit. Beispielsweise weisen die Laufflächen eine Tragfähigkeit von mindestens 120 Kilogramm pro Quadratmeter vorzugsweise mindestens 150 Kilogramm pro Quadratmeter auf. Die Laufflächen sind vorzugsweise derart 20 angeordnet, dass die Wand entlang ihrer gesamten horizontalen Länge vorzugsweise in jedem Stockwerk begehbar ist. Sind Balkone oder Freisitze ausgebildet sind diese selbstverständlich hiervon ausgenommen. Die Laufflächen auf unterschiedlichen Stockwerken sind vorzugsweise über Leitern verbunden, die ebenfalls Teil des Wandbegrünungssystems sind. 25 Die Befestigungseinrichtungen zum thermisch entkoppelten Befestigen sind dazu ausgebildet, Wärmebrücken zwischen der statischen Trägervorrichtung und der Wand- bzw. Wandoberfläche zu minimieren. Insbesondere weisen die Befestigungseinrichtung hierzu Wärmedämmelemente auf. Die Befestigungseinrichtung ist insbesondere mittels der Wärmedämmelemente dazu ausgebildet, einen äquivalenten Wärmedurchlasswiderstand
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
9
von mindestens 0,3 m²•K/W aufzuweisen. Hierdurch wird allgemein der Vorteil erreicht, dass das Wandbegrünungssystem nicht in das Wärmeverbundsystem der Wand- bzw. des Gebäudes der Wand negativ eingreift. Vielmehr soll erreicht werden, dass die Isolierwirkung durch das Wandbegrünungssystem weiter erhöht wird. 5 Als Bepflanzungsgefäß wird allgemein ein Behältnis verstanden, das zur Aufnahme von Pflanzen, Erde, Humus und anderen Pflanzensubstraten dient. Das Bepflanzungsgefäß kann ganz grundsätzlich sowohl im Innen- als auch im Außenbereich zur Kultivierung von Pflanzen verwendet werden. Vorzugsweise wird das Bepflanzungsgefäß im Außenbereich verwendet und ist entsprechend spezifisch an einer Verwendung im Außenbereich 10 angepasst. Das Bepflanzungsgefäß ist dazu ausgebildet, Pflanzensubstrat, Wasser und Pflanzen in einer strukturierten und funktionalen Anordnung zu halten. Das Bepflanzungsgefäß ist dabei zur gezielten Versorgung der Pflanzen mit Wasser und Nährstoffen ausgebildet und dazu ausgestaltet, modular in das begehbare Wandbegrünungssystem integriert zu werden. 15 Bevorzugt erfolgt die Anordnung der Bepflanzungsgefäße unterhalb der Laufflächen und zwar in Kombination mit Aussparungen aufweisenden Laufflächen. Durch die Positionierung unterhalb der Laufflächen sind die Bepflanzungsgefäße geschützt und kaschiert untergebracht. Weitere Befestigungsmöglichkeiten bestehen auch an den horizontalen und vertikalen Trägern, insbesondere der wandfernen Trägerebene, sowie an an dem 20 Wandbegrünungssystem angebrachten Modulen, wie beispielsweise an Balkonen oder Freisitzen. Bei den Rankhilfen handelt es sich um gerichtete Wachstumsunterstützungen mit einer längsten Erstreckungsrichtung bzw. Haupterstreckungsrichtung als Wachstumsrichtung für Kletterpflanzen. Besonders bevorzugt sind die Rankhilfen an der wandfernen Trägerebene 25 angebracht, durch geeignete Anordnung einer Vielzahl von horizontaler und vertikaler Rankhilfen in Kombination mit einer Vielzahl von Bepflanzungsgefäßen lässt sich die wandferne Trägerebene begrünen. So entsteht an der wandfernen Trägerebene optisch eine grüne Wand parallel zur und angrenzend an der wandnahen Trägerebene. Dies wird technisch insbesondere dadurch erreicht, dass sich die Rankhilfen in einer Ebene parallel zur
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
10
wandfernen Trägerebene erstrecken. Diese Ebene bildet dann auch die Erstreckungsebene der grünen Wand. Da die Rankhilfen an der wandfernen Trägerebene und insbesondere den dort angeordneten Rankhilfen angebracht sind, wird ein direkter Pflanzenkontakt an der Wand 5 verhindert. Mit anderen Worten sind die Pflanzen nicht an der Gebäudehülle angeordnet. Hierdurch entstehen keine Beschädigungen an der Wand durch Pflanzenwuchs, insbesondere deren Wurzeln. Auch dient das Anbringen der Rankhilfen an der wandfernen Trägerebene zur Verbesserung des Brandschutzes. Durch den Abstand wird das Überspringen eines Feuers von den Pflanzen zu dem Gebäude erschwert. 10 Das Wasserversorgungssystem ist ganz allgemein zur Versorgung der in den Bepflanzungsgefäßen angeordneten Pflanzen ausgebildet. Das Wasserversorgungssystem stellt somit die kontinuierliche Versorgung der Pflanzen mit Wasser sicher. Das Wasserversorgungssystem ist vorzugsweise direkt in die Träger der statischen Trägervorrichtung integriert ausgebildet. Dies ermöglicht eine effiziente und platzsparende 15 Gestaltung des Systems, da die Leitungen für die Bewässerung der Bepflanzungsgefäße in die Trägerstruktur selbst eingebaut werden. Diese Integration sorgt dafür, dass keine zusätzlichen Installationen im sichtbaren Bereich erforderlich sind, was die ästhetische Wirkung des Wandbegrünungssystems erhöht. Die Leitungen verlaufen innerhalb der Trägerstruktur und versorgen die Bepflanzung mit Wasser, ohne dass störende 20 Rohrleitungen oder sichtbare Anschlüsse notwendig sind. Auf diese Weise bleibt der Wandbereich funktional und optisch ansprechend. Optional kann das Wasserversorgungssystem durch eine integrierte oder zusätzliche Sprinkleranlage erweitert werden. Diese Sprinkleranlage kann mehrere Funktionen erfüllen und eignet sich neben Brandschutz auch zur Temperaturregulierung der 25 Fassadenbegrünung. Durch ein Netz an Leitungen, die entlang der Trägervorrichtung verlaufen, wird das Wasser gezielt zu den Sprinklerdüsen der Sprinkleranlage geleitet. Diese sind strategisch positioniert, um eine optimale Wasserverteilung zu gewährleisten. Im Brandfall kann die
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
11
Sprinkleranlage automatisch aktiviert werden. Dadurch wird das Risiko einer Brandausbreitung reduziert, was insbesondere bei vertikalen Begrünungssystemen mit potenziell trockenem Pflanzenmaterial eine wichtige Sicherheitsmaßnahme darstellt. Zusätzlich kann die Sprinkleranlage zur Temperaturregulierung bei. Während heißer 5 Perioden kann durch gezielte Besprühung eine Kühlung der Pflanzen sowie der gesamten Wand bzw. Gebäudefassade erreicht werden, was sich positiv auf das Mikroklima auswirkt und die Energieeffizienz des Gebäudes verbessert. Insgesamt wird mit dem mehrstöckigen, modularen begehbaren Wandbegrünungssystem ein einfach planbares und kalkulierbares Wandbegrünungssystem mit einfacher 10 Unterhaltspflege geschaffen. Insbesondere ist es nicht notwendig, in die Gebäudehülle, insbesondere die Bestandswände, derart einzugreifen, dass eine Modifizierung, insbesondere Veränderung der Wand bezüglich energetischer Belastung erfolgt. So werden Förderungen und Auflagen, wie beispielsweise der KFW-Förderungen, nicht belastet. 15 Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung ist zwischen der wandnahen Trägerebene und der wandfernen Trägerebene ein Mindestabstand von 40 cm, vorzugsweise 45 cm, besonders bevorzugt 50 cm angeordnet. Mit anderen allgemeineren Worten wird also zwischen den beiden Trägerebenen ein Mindestabstand eingehalten. Das Vorsehen des Mindestabstands führt zu mehreren technischen Vorteilen. So können 20 ausreichend breite Laufflächen zwischen den beiden Trägerebenen angeordnet werden, sodass die Begehung des Wandbegrünungssystems zwischen den beiden Trägerebenen erfolgt. Außerdem entsteht durch die Luftschicht, die sich zwischen den beiden Trägerebenen befindet, insbesondere in Kombination mit Rankhilfen an der wandfernen Trägerebene und der oben beschriebenen grünen Wand, ein zusätzlicher Dämmungseffekt. 25 Dieser Dämmungseffekt reduziert die Temperaturübertragung zwischen der Umgebung und der Wand des Gebäudes. Im Sommer verhindert das Wandbegrünungssystem somit eine direkte Aufheizung der Wand, wodurch der Kühlbedarf gesenkt wird. Im Winter kann die Luftschicht als isolierende Barriere wirken und Wärmeverluste verringern. Der
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
12
Mindestabstand zwischen der wandnahen Trägerebene und der wandfernen Trägerebene verhindert auch, dass die Feuchtigkeit der Pflanzen an der wandfernen Trägerebene direkt auf die Wand- bzw. Gebäudefassade übergeht. So kann Schimmelbildung und Materialermüdung verhindert werden. Auch wirkt sich der Mindestabstand als Schallbarriere 5 auf. So können Außengeräusche gedämpft werden und insgesamt zur Verbesserung des Schallschutzes des Gebäudes beigetragen werden. Zusätzlich bietet das Wandbegrünungssystem Schutz vor äußeren Einflüssen wie Staub, Schmutz und UV Strahlung, die langfristig zu Verschmutzungen, Verfärbungen oder einem Ausbleichen der Wand bzw. Gebäudefassade führen können. Die Begrünung fungiert als natürliche Barriere, 10 die die Wand abschirmt und somit das Material schont. Dadurch bleibt die Optik des Gebäudes länger erhalten, während gleichzeitig der Pflegeaufwand für die Gebäudefassade reduziert wird. Überraschend hat der Anmelder auch festgestellt, dass ab einem Mindestabstand von 45 15 cm der Pflanzen von der Wand die Pflanzen durch verbesserte Luft- und Lichtverhältnisse stark in ihrem Wachstum gefördert werden. So scheint dieser Mindestabstand zwischen den Ebenen eine verbesserte Luftzirkulation in Pflanzennähe zu ermöglichen, was zu einem gesünderen und schnelleren Pflanzenwachstum führt. Besonders bevorzugt kann der Abstand zwischen der wandnahen Trägerebene und der wandfernen Trägerebene etwa 60 20 cm betragen. Bei einer weiteren Vergrößerung des Abstands nehmen positive Effekte wie beispielsweise Pflanzenwachstum, Schallschutz und Dämmungseffekt ab oder sind gleichbleibend. Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die statische Trägervorrichtung Zwischenträger auf, die sich senkrecht zwischen der wandnahen Trägerebene und der 25 wandfernen Trägerebene erstrecken und die wandnahe Trägerebene mit der wandfernen Trägerebene verbinden. Die Zwischenträger weisen vorzugsweise eine Mindestlänge von 40 cm, besonders bevorzugt 45 cm, weiterhin bevorzugt 50 cm auf. Beispielsweise können die Zwischenträger
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
13
eine Länge von 60 cm aufweisen. Ganz allgemein handelt es sich bei den Zwischenträgern ebenfalls um Träger, die eine Verbindung zwischen den horizontalen und vertikalen Trägern der Trägerebene schaffen. Insbesondere schaffen die Zwischenträger eine Verbindung an Kreuzungspunkten der 5 horizontalen und vertikalen Träger. So entstehen insgesamt Kreuzungspunkte, an denen horizontale Träger, vertikale Träger und Zwischenträger sich kreuzen. Die Zwischenträger erstrecken sich senkrecht zu den vertikalen Trägern und senkrecht zu den horizontalen Trägern. Insgesamt sorgen die Zwischenträger auch für eine gleichmäßige Lastverteilung sowie eine 10 hohe strukturelle Stabilität. Die Zwischenträger sind auch zur Anbindung der wandfernen Trägerebene an die wandnahe Trägerebene ausgebildet. Die Zwischenträger sorgen ferner für eine gleichmäßige Kraftübertragung zwischen den beiden Trägerebenen, so bleibt beispielsweise auch bei starkem Wind oder anderen äußeren Einflüssen das Wandbegrünungssystem formstabil. 15 Vorzugsweise sind entsprechend Kreuzungspunkte vorgesehen, an denen horizontale Träger, vertikale Träger und Zwischenträger miteinander verbunden sind. Vorzugsweise sind derartige Kreuzungspunkte sowohl auf der wandnahen Trägerebene als auch auf der wandfernen Trägerebene ausgebildet. Besonders bevorzugt erstrecken sich Zwischenträger zwischen Kreuzungspunkten. 20 Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die statische Trägervorrichtung insbesondere an Kreuzungspunkten zwischen den horizontalen Trägern, den vertikalen Trägern und vorzugsweise den Zwischenträgern Feineinstelleinrichtungen auf, mittels derer die Länge der horizontalen Träger, die Länge der vertikalen Träger und/oder die Länge der Zwischenträger anpassbar ist. 25 Mittels der Feineinstelleinrichtung ist also eine flexible Anpassung der Längen der jeweiligen Träger bzw. Trägerelemente möglich. Die Feinstelleinrichtung erlaubt insbesondere eine variable und stufenlose Längeneinstellung der horizontalen Träger, vertikalen Träger und/oder Zwischenträger. Vorzugsweise erfolgt mittels der Feineinstelleinrichtung sowohl
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
14
eine Einstellung in horizontaler Richtung, vertikaler Richtung als auch in senkrechter Richtung zu den beiden Richtungen. Die Feineinstelleinrichtung kann auch einen einstellbaren Fuß aufweisen. Der einstellbare Fuß sorgt zusätzlich für einen stabilen Stand, indem er Höhenunterschiede ausgleicht und Unebenheiten kompensiert. 5 Einerseits kann hierdurch das System flexibel an verschiedene bauliche Gegebenheiten und spezifische Anforderungen angepasst werden. Andererseits dienen die Feineinstelleinrichtungen auch zum Toleranzausgleich, so lässt sich durch eine präzise Justierung der Trägerlängen die Passgenauigkeit, Tragfähigkeit und Gesamtstabilität der statischen Trägervorrichtung erhöhen. Mittels der Feineinstelleinrichtung können 10 Unebenheiten oder bauliche Toleranzen einfach ausgeglichen werden. Zudem ermöglichen die mittels der Feineinstelleinrichtung anpassbaren Trägerelementen eine besonders leichte Erweiterung oder Modifikation des Systems. Durch die Feineinstelleinrichtung kann das gesamte System zudem waagrecht ausgerichtet werden, was eine vollständige Horizontalausrichtung ermöglicht. Durch die horizontale Ausrichtung wird auch die 15 Bewässerung der Pflanzen optimiert. Eine waagerechte Anordnung der Trägerelemente stellt sicher, dass die Bepflanzungsgefäße waagrecht sind und das Wasser gleichmäßig auf alle Bepflanzungsgefäße verteilt wird, ohne dass es zu ungewollten Ansammlungen oder Abflüssen kommt. Bei einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung sind die Befestigungseinrichtungen 20 dazu ausgebildet, die wandnahe Trägerebene in einem Mindestabstand von vorzugsweise 5 cm, vorzugsweise 10 cm, besonders bevorzugt 20 cm von der Wand zu beabstanden. Mit anderen Worten ist allgemein die wandnahe Trägerebene vorzugsweise von der Wand beabstandet ausgebildet. Die Beabstandung erfolgt über die Befestigungseinrichtungen, die nicht nur zum thermisch 25 entkoppelten Befestigen, sondern auch zum beabstandeten Befestigen ausgebildet sind. Die Beabstandung der wandnahen Trägerebene von der Wand sorgt für eine einfache und effektivere thermische Entkopplung, da die thermische Entkopplung auf die Befestigungseinrichtungen beschränkt werden kann. Zudem bleibt die Wandoberfläche frei,
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
15
sodass eine verbesserte Belüftung der Wandoberfläche, ein verhinderter Feuchtestau, eine geringe bzw. kontrollierte mechanische Belastung der Wand und ein besserer Zugang und einfache Wartung der Wandoberfläche gewährleistet ist. Durch einen Abstand lassen sich zudem Unebenheiten der Wand besser ausgleichen. 5 Bei einer vorteilhaften Weiterbildung dieser Ausführungsform weist das Wandbegrünungssystem Dämmvorrichtungen auf, die zwischen der wandnahen Trägerebene und der Wand angeordnet sind. Dabei weisen die Dämmvorrichtungen vorzugsweise aufgespannte Stoffbahnen aus Stoff oder Dämmplatten auf. Durch die Dämmvorrichtung wird die Fassade vor Witterungseinflüssen, UV-Strahlung und 10 mechanischer Beanspruchung geschützt, sodass der direkte Verschleiß der Wand minimiert wird. In vielen Fällen kann dadurch auf eine zusätzliche Putz- oder Farbschicht verzichtet werden, was nicht nur den Pflegeaufwand reduziert, sondern auch die Kosten für Instandhaltungsmaßnahmen senkt. Da die Wand langfristig weniger beansprucht wird, bleibt sie in einem besseren Zustand, wodurch sich die Lebensdauer der Bausubstanz erhöht 15 und das Gebäude insgesamt kostengünstiger instand gehalten werden kann. Die Dämmvorrichtungen dienen zur weiteren thermischen Isolation der Wand und damit des Gebäudes. Insgesamt wird die Wärmeübertragung reduziert und so die Energieeffizienz des Gebäudes verbessert. Zudem können die Dämmvorrichtungen neben der thermischen Isolation auch eine akustische Dämpfung bewirken. 20 Die Dämmvorrichtungen können in einer einfachen Ausführungsform als Stoffbahnen ausgebildet sein, die an der wandnahen Trägerebene beabstandet zu der Wand, zumindest im Wesentlichen parallel zu der Wand angeordnet sind. Insbesondere handelt es sich um aufgespannte Stoffbahnen aus flexiblen Dämmtextilien. Beispielsweise sind die Stoffbahnen aus synthetischen Hochleistungsfasern, technischen Fließwerkstoffen oder mineralischen 25 Faserverbunden ausgebildet. Die Stoffbahnen lassen sich einfach und schnell an das Bauwerk, insbesondere die Wand anpassen. Der Haupteffekt wird hierbei dadurch erreicht, dass sich zwischen der Stoffbahn und der Gebäudewand eine isolierende Luftschicht bildet. Die Isolationsschicht wird also vorzugsweise mithilfe von Luft als natürlichen Isolator erfüllt. Hierfür ist die Stoffbahn derart ausgebildet, dass sich die Luft in dem zwischen der Stoffbahn
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
16
und der Wand definierten Zwischenraum nicht bewegt, sondern ruhend vorliegt. Mit anderen Worten ist die Stoffbahn windabweisend, vorzugsweise ist die Stoffbahn regenabweisend. Darüber hinaus können die Stoffbahnen auch eine brandschutztechnische Funktion 5 übernehmen und so zusätzlich zur thermischen Isolierung den Schutz des Gebäudes im Brandfall verbessern. Durch die Verwendung schwer entflammbarer oder nicht brennbarer Materialien – wie etwa mineralische Faserverbunde oder speziell behandelte Hochleistungsfasern – kann eine wirksame Barriere gegen Flammen und Hitzeeinwirkung geschaffen werden. Im Falle eines Brandes wirken die Stoffbahnen damit verzögernd auf die 10 Brandausbreitung, indem sie die direkte Wärmeübertragung zur Gebäudewand hemmen und potenziell entstehende Rauch- oder Flammenkanäle durch ihre geschlossene Oberfläche blockieren. Insbesondere in Kombination mit der ruhenden Luftschicht zwischen Wand und Stoffbahn ergibt sich ein zusätzlicher Schutzmechanismus, der sowohl die strukturelle Integrität des Gebäudes als auch angrenzende Brandabschnitte sichern kann. 15 Alternativ oder zusätzlich zu den Stoffbahnen können Dämmplatten vorgesehen sein. Bei den Dämmplatten handelt es sich um starre plattenförmige Dämmkörper aus Dämmmaterial. Beispielsweise handelt es sich um Polystyrolverbunde, Mineralwolle, keramische Dämmkomposite oder recycelte Dämmstoffe. Bei den Dämmplatten handelt es sich insbesondere um diffusionsoffene Dämmpaneele. Die Dämmplatten können 20 beispielsweise eine Trägerplatte aufweisen, die zur strukturellen Stabilisierung der Dämmplatte und zur Befestigung bzw. Anbindung an der wandnahen Trägerebene dient. Weiterhin weist dann die Dämmplatte ein Dämmmaterial auf, das an der Trägerplatte angeordnet ist. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen die wandnahe Trägerebene 25 und/oder die wandferne Trägerebene eine, vorzugsweise eine Vielzahl von Bodenabstützung auf. Die Bodenabstützung dient der zusätzlichen Stabilisierung der statischen Trägervorrichtung, indem sie die vertikalen Lasten der statischen Trägervorrichtung auf den Boden überträgt.
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
17
Dadurch können Kräfte, die auf die Wand wirken, reduziert werden. Die Bodenabstützung ist insbesondere als direkte Stütze an der Basis der Trägerebene ausgebildet. Grundsätzlich ist es denkbar, dass die Bodenabstützung bodenfest verankert ist. Alternativ hierzu ist die Bodenabstützung mit verstellbaren Elementen ausgestattet, um eine präzise 5 Höhenanpassung zu ermöglichen. Abhängig von dem Wandbegrünungssystem und den baulichen Gegebenheiten kann die Bodenabstützung entweder an der wandnahen Trägerebene, der wandfernen Trägerebene oder jeweils an der wandnahen Trägerebene und der wandfernen Trägerebene angebracht sein. Bei der Bodenabstützung kann es sich insbesondere um einen vertikal nach unten 10 erstreckenden Träger handeln. Durch die Bodenabstützung können umfangreichere Verankerungen in der Wand, insbesondere Gebäudewand, verhindert werden. Besonders bevorzugt weist nur die wandnahe Trägerebene Bodenabstützungen auf. Die wandferne Trägerebene kann in diesem Fall an der wandnahen Trägerebene abgestützt sein. Die hat insbesondere den Vorteil, dass ein unterer Bereich des Wandbegrünungssystems 15 frei, also unverbaut von wandfernen Bodenabstützungen ist, sodass eine freie Passage und Sicht von Personen möglich ist. Hierdurch ist das Wandbegrünungssystem auch für Schaufenster geeignet. Ein wesentlicher Vorteil dieses Aufbaus ist also, dass der Bodenbereich unterhalb der wandfernen Trägerebene unverändert genutzt werden kann. So bleibt der Bereich, der nicht von Bodenabstützungen der Trägerebene beansprucht wird, 20 vollständig zugänglich und flexibel nutzbar. Dies ermöglicht eine Vielzahl von Anwendungen, wie beispielsweise die Nutzung des Areals als Parkplatz, für Gartenflächen oder sogar für konventionelle Anbauten wie Carports oder kleinere Nebengebäude. Durch die Freihaltung des unteren Bereichs können diese Nutzungen problemlos integriert werden, ohne dass die Funktionalität des Wandbegrünungssystems beeinträchtigt wird. 25 Besonders bevorzugt weist die wandnahe Trägerebene und/oder die wandferne Trägerebene eine Vielzahl von Bodenabstützungen auf. Insbesondere können Bodenabstützungen als vertikale Verlängerungen der vertikalen Träger ausgebildet sein.
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
18
Besonders bevorzugt weist die wandnahe Trägerebene eine höhere Anzahl von Bodenabstützungen auf als die wandferne Trägerebene. Hierdurch wird ebenfalls der oben beschriebene Effekt erzielt. Neben oder anstelle einer direkten Bodenabstützung kann die Trägervorrichtung durch eine 5 alternative Wandabstützung stabilisiert werden. Bei einer Wandabstützung wird zumindest ein Teil der vertikalen Lasten statt in den Boden in die Wand abgeleitet. Insbesondere wäre eine vollständige Wandabstützung denkbar, bei der weder die wandnahe Trägerebene noch die wandferne Trägerebene Bodenabstützungen aufweist. In der Praxis hat sich aber die reine Bodenabstützung oder 10 eine Kombination aus Bodenabstützung und Wandabstützung als vorteilhaft herausgestellt, da diese einfacher umzusetzen ist. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen die Laufflächen eine Breite von mindestens 40 cm, vorzugsweise mindestens 50 cm, besonders bevorzugt mindestens 60 cm auf. Vorzugsweise sind die Laufflächen zum durchgängigen Begehen des 15 Wandbegrünungssystems ausgebildet. Da die Laufflächen eine Mindestbreite von 40 cm aufweisen, erlauben die Laufflächen als begehbare Flächen innerhalb des Wandbegrünungssystems den sicheren Zugang für Wartung, Pflege und Inspektion der Begrünung. Grundsätzlich ist es denkbar, dass die Laufflächen als durchgehende feste Plattformen oder 20 aus modular aufgebauten Trittflächen ausgeführt sind. Vorzugsweise sind die Laufflächen aus modular aufgebauten Trittflächen ausgebildet. Beispielsweise weisen die modularen Trittflächen in ihre Haupterstreckungsrichtung eine Maximallänge von 1,50 m, besonders bevorzugt 1 m, auf. Unabhängig davon sind die Laufflächen vorzugsweise mit durchgehenden Aussparungen 25 ausgebildet. Diese Aussparungen dienen einerseits zur Erhöhung der Trittsicherheit und der Rutschfestigkeit im Vergleich zu glatten Oberflächen. Andererseits dienen die Aussparungen auch dazu, Pflanzen durch die Lauffläche hindurch führen zu können. So kann aus kaschierten Bepflanzungsgefäßen durch die Lauffläche hindurch eine Pflanze
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
19
entsprechend zu den Rankhilfen geführt werden. Wenn die Laufflächen mit Aussparungen ausgebildet sind, sind die Laufflächen beispielsweise als Gitter ausgebildet. Ganz allgemein dient die Wahl der Breite der Laufflächen dazu, Personen einen sicheren Stand und ausreichend Bewegungsfreiheit für die Wartung und Pflegearbeit zu bieten. Um 5 eine optimale Erreichbarkeit der Pflanzen zu schaffen, sind die Laufflächen zum durchgängigen Begehen, das bedeutet entlang der gesamten horizontalen Richtung und vorzugsweise auf allen Stockwerken, ausgebildet. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weist die statische Trägervorrichtung, insbesondere die wandferne Trägerebene, Absturzschutzeinrichtungen 10 auf. Die Absturzschutzeinrichtungen sind vorzugsweise an den Laufflächen angeordnet und erstrecken sich in horizontaler und vertikaler Richtung. Somit sind die Absturzschutzeinrichtungen vorzugsweise parallel zu den Trägerebenen ausgebildet. In vertikaler Richtung weist die Absturzschutzeinrichtung vorzugsweise eine Höhe von mindestens zumindest im Wesentlichen einem Meter auf. Die Haupterstreckungsrichtung 15 der Absturzschutzeinrichtung verläuft jedoch in horizontaler Richtung. Mit anderen Worten erstrecken sich die Absturzschutzeinrichtungen in vertikaler Richtung über eine Mindesthöhe von einem Meter, gemessen von den zu begehenden Laufflächen, um einen zuverlässigen Schutz vor Abstürzen zu gewährleisten. Sie sind derart an den Laufflächen angeordnet, dass Personen, die auf diesen Laufflächen arbeiten oder sich bewegen, gegen 20 ein ungewolltes Übertreten oder Stürzen gesichert sind. Der Ausdruck „im Wesentlichen“ bedeutet, dass die tatsächliche Länge um bis zu 10 % variieren kann, also bei einem Meter zwischen 90 cm und 110 cm liegt, wobei eine geringere Abweichung von höchstens 5 % bevorzugt wird, was einem Bereich von 95 cm bis 105 cm entspricht. 25 Die Absturzschutzeinrichtung kann grundsätzlich durch Seile, Geländer, Gitterstrukturen oder plattenförmigen Elementen realisiert werden. Besonders bevorzugt wird die Absturzschutzeinrichtung zumindest teilweise durch eine Rankhilfe ausgebildet. Mit anderen Worten können die Absturzschutzeinrichtungen so ausgebildet sein, dass diese
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
20
berankbar sind und derart benachbart zu den Pflanzungsgefäßen angeordnet sind, dass diese als Rankhilfen dienen. Durch die Gestaltung als Rankhilfe übernehmen die Absturzschutzeinrichtungen dann eine Doppelfunktion. Sie dienen nicht nur der Sicherheit, sondern auch der Pflanzenführung. 5 Alternativ hierzu ist es auch möglich, Sicherungsseile oder dergleichen als Absturzsicherung vorzusehen. Das Verbinden mit dem Sicherungsseil erfolgt beispielsweise mittels Karabinerhaken. Besonders bevorzugt sind die Absturzschutzeinrichtungen zumindest ab dem ersten Stockwerk am Wandbegrünungssystem vorgesehen und zwar überall, wo an dem 10 Wandbegrünungssystem Laufflächen ausgebildet sind. Die Kombination aus Sicherheitselement und Begrünung fördert eine harmonische Einbindung in das Gesamtbild des vertikalen Gartens, ohne dass zusätzliche massive Schutzbarrieren erforderlich sind. Gemäß einer vorteilhaften Weiterbildung der Erfindung weisen die Rankhilfen sich 15 horizontal erstreckende Rankhilfen und sich vertikal erstreckende Rankhilfen auf, wobei die Rankhilfen in ihrer Haupterstreckungsrichtung eine Länge von mindestens drei Metern, insbesondere mindestens vier Meter aufweisen. Vorzugsweise weisen die Rankhilfen in ihrer Breite senkrecht zur Haupterstreckungsrichtung eine Breite von mindestens einem Meter auf. 20 Die Rankhilfen müssen nicht einstückig ausgebildet sein, sondern können aus mehreren modularen Teilen ausgebildet sein. Die Erstreckungsebene der Rankhilfen, gebildet aus Haupterstreckungsrichtung und Breite, ist besonders bevorzugt parallel zu der wandnahen und der wandfernen Trägerebene ausgebildet. Die Erstreckungsebene der Rankhilfen ist also eine vertikale Ebene. 25 Vorzugsweise verlaufen entlang der vollständigen horizontalen Erstreckungsrichtung der Wand derart horizontale Rankhilfen, dass gemeinsam mit sich vertikal erstreckende Rankhilfen eine grüne Wand geschaffen wird. Weiterhin vorzugsweise decken die Rankhilfen
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
21
mindestens 70 Prozent, vorzugsweise mindestens 80 Prozent der Wandfläche ab, die keine Durchgänge wie Türen oder Fenster aufweist. So entsteht der Eindruck einer grünen Wand. Auch wenn von einer grünen Wand die Rede ist, können die Pflanzen selbstverständlich unterschiedliche Farben aufweisen, je nach Art und Jahreszeit. 5 Durch die Mindestlänge von 3 bzw. 4 Meter ist eine großzügige Bewuchsfläche schaffbar, sodass ein flächendeckendes Pflanzenwachstum ermöglicht wird. Ganz allgemein können die Rankhilfen aus Seilen, insbesondere Drahtseilen, aus Gittern, insbesondere Metallgittern oder anderen geeigneten Materialien bestehen. Wesentlich ist in diesem Zusammenhang, dass eine ausreichend hohe Belastbarkeit vorliegt und den Pflanzen optimale Halt geboten 10 wird. Durch die horizontalen und vertikalen Rankhilfen ist eine gezielte Pflanzenführung möglich, die eine gleichmäßige und kontrollierte Ausbreitung der Begrünung in alle Richtungen sicherstellt. Die Rankhilfen sind dabei so ausgelegt, dass sie sowohl das Eigengewicht der Rankhilfe der Pflanzen als auch zusätzlich Umweltbelastung, z.B. Windlasten, Schneelast 15 zuverlässig aufnehmen. Vorzugsweise weisen die Rankhilfen Wachstumssperreinrichtungen, insbesondere bestromte Wachstumssperreinrichtungen auf, um mittels Strom ein unkontrolliertes Wachstum der Pflanzen zu verhindern. Unabhängig davon weist das Wandbegrünungssystem eine Vielzahl von 20 Bepflanzungsgefäßen auf, die beabstandet voneinander an der statischen Trägervorrichtung angeordnet sind. Vorzugsweise sind benachbarte Bepflanzungsgefäße in horizontaler und/oder vertikaler Richtung mindestens drei Meter, insbesondere mindestens vier Meter, voneinander beabstandet. Weiterhin vorzugsweise erstreckt sich zwischen benachbarten Bepflanzungsgefäßen eine sich horizontal erstreckende oder sich vertikal erstreckende 25 Rankhilfe. So wird insgesamt ein System aus sich horizontal erstreckenden Rankhilfen, sich vertikal erstreckenden Rankhilfen und zwischen diesen angeordneten Bepflanzungsgefäßen geschaffen, dass eine schnell wachsende großflächige Begrünung der Wand ermöglicht.
102462 – DE1 FMO 17. April 2025
Keller Schneider
Patent- und Markenanwälte
Made with FlippingBook - Online catalogs